Erneuerung der Heizung – Das spart Energie und Geld

Förderung

Viele Wohnungseigentümer, Bauherren und Mieter heizen auch heute noch mit Gas- oder Ölheizungen, die mehr als 25 Jahre alt sind und hohe Energieverluste mit sich bringen.

Daher haben wir alles rund um das Thema Heizungsmodernisierung kompakt für Sie zusammengestellt und halten als Fazit fest: Ein Kesseltausch lohnt sich.

Lohnt sich die Erneuerung?

Aus der Vergangenheit stammende Heizkessel sind längst nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand und verursachen gegenüber modernen Geräten Energieverluste von rund 48 Prozent. Dies schlägt sich auch in erhöhten Heizkosten nieder. Wird der alte Gaskessel durch einen modernen Gas Brennwertkessel ersetzt, ergeben sich Heizkosteneinsparungen von 30 Prozent bei guter vorliegender Rohrdämmung. In Kombination mit einer Solarthermie sind es sogar 50 Prozent.

Zudem sollten Sie beachten, dass die Energiesparverordnung 2014 (EnEV) 30 Jahre alte Kessel, die nach dem 01.01.1985 eingebaut wurden, untersagt und Bauherren beim Einsatz veralterer Anlagen ein Bußgeld auflegt. Noch vor 1985 gefertigte Heizungen sind bereits ab 2015 zu erneuern.

Förderung der Heizung – welche Zuschüsse bekomme ich?

Förderung
Förderung Heizungstausch

Bei der Erneuerung von veralteten Heizgeräten kann eine wahre Goldader angestochen werden, was die Kostenersparnis für eine Heizung angeht.

Leider steht der Ersparnis am Anfang eine Investition entgegen, die viele Leute vor einer Sanierung des Heizungssystems zurückschrecken lässt.

Zum Glück gibt es kräftige Förderungen für die Neuinstallation einer Heizungsanlage. 

 

Förderung der Heizung Warum ?

KFW
KFW Quelle: KfW

Da im Rahmen einer energetischen Heizungssanierung massiv der CO2-Ausstoß gesenkt wird, unterliegt diese Maßnahme einer staatlichen Förderung. Somit werden die Investitionskosten und die Hemmschwelle gesenkt und lukrative Anreize für eine Erneuerung der Heizung gesetzt. Wie auch bei der Dämmung erfolgt die Förderung zum einen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zum anderen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für die Erneuerung von Systemen der Heizung mit fossilen Brennstoffen, wie beispielsweise Ersatz von Konstanttemperaturkessel oder Niedertemperaturkessel durch eine Brennwertheizung, werden Fördergelder von der KfW-Bank vergeben.

Für Systeme auf Basis von erneuerbaren Energien, wie Pellet- oder Hackschnitzelheizungen oder Holzvergaseroder Solarthermieanlagen oder Wärmepumpen, erfolgt die Förderung durch das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). In der Regel kann nur bei einer der beiden Institutionen eine Förderung beantragt werden. Doch wie fast überall bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel. Erfolgt die Maßnahme im Zuge einer Umstrukturierung zum KfW-Effizienzhaus, so können sowohl Förderungen bei der KfW als auch beim BAFA beantragt werden.

KfW Förderung – Was wird gefördert?

Die Anschaffung einer neuen Heizung, wie beispielsweise eines Gas- oder Öl-Brennwertkessels, eines Blockheizkraftwerkes oder eines Fernwärmeanschlusses, wird von der KfW gefördert. Auch der Umstieg von einer Öl- auf eine Gasheizung oder umgekehrt werden gefördert.

Die Förderung teilt sich dabei in zwei Varianten auf: Kredit und Zuschuss, wobei der Zuschuss nur für Gebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten vergeben wird. Beide Varianten haben wir in der folgenden Tabelle dargestellt:

Art der Förderung als Einzelmaßnahme
(Heizung / Lüftung)
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Investitionszuschuss (Programm 430) 15 % der förderfähigen Kosten,
maximal 7.500 € Zuschuss pro Wohneinheit
bis zu 30,0 % der förderfähigen Kosten,
bis zu 30.000 € Zuschuss pro Wohneinheit
zinsgünstiger Kredit (Programm 151/152) 0,75 % Effektivzins
auf 10 Jahre fest,
maximal 50.000 € pro Wohneinheit
Tilgungszuschuss von 12,5 %
0,75 % Effektivzins
auf 10 Jahre fest,
maximal 27.500 € pro Wohneinheit
Tilgungszuschuss von bis zu 27,5 %

Bedingungen für die Förderung sind:

  • Die Bauanzeige oder der Bauantrag des Gebäudes müssen vor dem gestellt worden sein.
  • Der Antrag muss vor Beginn der Sanierungsmaßnahme durch einen Energieberater gestellt werden.
  • Die neue Heizung muss ein Brennwertgerät sein (nicht bei BHKWs und Fernwärmeanschlüssen).
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.